Ein Jahr lang haben wir darauf hingefiebert und vor allem hingearbeitet: die Hauptuntersuchung.

Treffpunkt für die kleine Delegation, bestehend aus den beiden Projektleitern und dem Fahrer inklusive des jeweiligen Anhangs, ist halb acht am Bus. Vor Ort wird noch eben ein neuer Luftfilter eingebaut sowie eine GoPro angebaut und eine weitere Kamera positioniert, um diese erste Fahrt im neuen Glanz für die Nachwelt festzuhalten.

Um kurz nach acht geht es dann los, erster Halt nach sagenhaften 600 Metern (ohne Zwischenfälle): die Tankstelle. Vollgetankt geht es dann direkt weiter Richtung Prüfstelle, wo wir gegen neun Uhr ankommen.

Unser Projektleiter Sascha begleitet die Prüfung, während der Rest brav wartet. Während draußen die Spannung steigt, verläuft die Prüfung selbst recht entspannt, ein paar kleine Mängel werden noch gefunden, jedoch nichts, was unser fantastisches Team nicht beheben kann. Leider passiert dem Prüfer ein kleines Missgeschick, während er den Bus von der Halle der Bremsprüfung in die Halle der Abgasuntersuchung fährt: In der Halle ist ein zusätzliches Tor verbaut, dieses ist nicht komplett hochgefahren und so fährt der Prüfer leicht dagegen. Der Bus selbst trägt nur zwei kleine Lackschäden davon, die leicht auszubessern sind – das unterste Element des Tores dürfte nun allerdings Schrott sein.

Auch die Wartenden können draußen einiges erleben. Bereits als der Bus noch draußen steht, fahren viele PKW langsamer die Straße entlang um zu staunen und teilweise sogar Fotos zu machen. Als die Prüfstelle öffnet, kommen dann zwei Kunden, welche Onkelz-Fans sind auf dem Gelände an. Einer der beiden steht zunächst etwas abseits und beobachtet uns, kommt dann aber mit unserem Fahrer ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass den Fan auch eine Geschichte mit dem Bus verbindet und er sogar schon mit der Band hinten in der Sitzecke gesessen hat. Und auch, wenn er heute mit den Onkelz nicht mehr viel anfangen kann, so findet er es dennoch sehr gut, dass der Bus wieder rollt und macht einige Fotos, die er auch an Freunde verschickt.

Plötzlich kommt ein Bulli angebraust, jemand springt heraus und flippt förmlich aus vor Freude. Er erzählt, dass sein Chef den Bus gesehen, Fotos gemacht und direkt seinen Mitarbeiter – den Bulli-Fahrer – informiert hat, da er wusste, dass dieser großer Onkelz-Fan ist. Da hat er sich natürlich direkt auf den Weg gemacht und sich sehr gefreut, den schwarzen Riesen in Natura zu sehen. Sein Tag ist definitiv gerettet.

Nach der bestandenen Hauptuntersuchung geht es dann wieder zurück in die Werkshalle, wo wir gegen zwölf ankommen. Unterwegs haben wir viele “Daumen hoch” gezeigt bekommen und einige haben Bilder gemacht. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir mit dem Koloss durch ganz Deutschland fahren.

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