„Friedlich durch das Leben gehen, ist gar nicht mal so leicht“: Anfang November starten wir, Christine und Henning, wieder eine „Licht der Hoffnung“-Aktion in Düsseldorf. In den Bollerwagen befinden sich diesmal in erster Linie Lebensmittel und Getränke sowie in Tragetaschen noch Socken, Unterwäsche, Mützen, Schals und Hygienebeutel. Wir stellen uns mit einer Wand im Rücken auf und können so routiniert den Ansturm der Bedürftigen bewältigen. Trotzdem haben wir natürlich immer noch einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Sehr freue ich mich heute über die persönliche Begrüßung und die geführten Gespräche. Unter anderem spreche ich mit Daniel, der am Worringer Platz einmal Spritzen aufräumte. Er freut sich, dass ich ihn aufgrund einer Doku erkenne. Aber auch der Dialog mit einem Italiener über den Urlaub, den er als Kind verbracht hat, ist sehr schön und zeigt mir, welches Vertrauen er mir entgegenbringt. Zwischendurch entsteht eine Situation mit einem Bedürftigen, die etwas hektisch wird, in der der Italiener zu mir meint, ob ich nicht vielleicht mit der Person einmal sprechen kann, weil ihn das eigentlich triggert, er aber ruhig bleiben möchte. Also gehe ich zum vermeintlichen Störenfried hin, spreche ihn deeskalierend an und entziehe ihn der Situation, ohne ihn bloßzustellen, indem ich ihn auf unsere Versorgung hinweise. Funktioniert super!
Toll finde ich, dass ein Bedürftiger immer wieder zu uns kommt, um seinen eigenen, sowie den Müll seiner Mitstreiter zu uns zu bringen und in unserer Mülltüte zu entsorgen. Mir fällt auf, wie freundlich und respektvoll das heutige Licht der Hoffnung vonstattengeht. Zu zweit ist es zwar viel Arbeit, aber wenn die Menschen so sind wie heute, ist es kein Problem.
Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause und weiß, dass ich zukünftig, wenn es meine Zeit zulässt, immer wieder helfen werde.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.