„Wenn der letzte Stern vom Himmel fällt“ Es ist keine Neuigkeit, dass wir und der Rest der Welt ein gigantisches Müllproblem haben, insbesondere mit dem Müll der acht- und rücksichtslos in der freien Natur entsorgt wird. In Deutschland gelangen jährlich schätzungsweise rund 300.000 Tonnen Müll auf die Straßen und in die Natur, was zu einer erheblichen Vermüllung führt.
Dies betrifft leider auch viele Seegebiete, so wie das Steinhuder Meer in Niedersachsen. Es ist mit einer Fläche von 29,1 km² der größte See Nordwestdeutschlands, der neuntgrößte See der gesamten Bundesrepublik und liegt in der Region Hannover.
Um dort der Verschmutzung etwas Einhalt zu gebieten, treffen wir – Tobias, Wooju, Norman und ich, Manuela – uns an den Strandterrassen, um im Rahmen des Projekts „B.O.S.C. räumt auf“ ausgestattet mit fünf Greifzangen und reichlich Müllbeuteln für etwas Sauberkeit zu sorgen.
Zuerst gehen wir durch einen kleinen Waldweg, der überraschend sauber ist. Die Freude währt jedoch nur kurz, da wir an der ersten Raststelle bereits einige Abfälle, vorwiegend Zigarettenstummel, finden. Das Schlimme daran ist, zu sehen, dass diese Stummel direkt neben einem dort aufgestellten Mülleimer am Boden liegen. Auf dem Weg in Richtung Badeinsel finden wir dann allerlei Verpackungen, Flaschen, Papier und erneut Zigarettenreste.
An der Badeinsel angekommen stellen wir fest, dass es relativ sauber ist. Bei genauerer Betrachtung finden wir aber in den Randgebieten Kleinstabfälle und natürlich wieder Zigarettenstummel. Auch hier befreien wir die schöne Natur von all diesem Unrat und beenden unsere Aktion mit einer Mischung aus Zufriedenheit über das Geleistete und Unverständnis über die eigene Spezies, die so ignorant und blind mit ihrer eigenen Lebensgrundlage umgeht.
Trotz des Mülls ist es ein richtig schöner Tag: Die Sonne scheint, die Nähe zum Wasser sowie die netten Menschen, die an der Aktion teilnehmen, erzeugen gute Stimmung. Dies hat diesen Tag besonders gemacht und letztlich alle Beteiligten mit einem guten Gefühl nach Hause fahren lassen.


