„Weit weg von besseren Tagen.“ – Unsere „Licht der Hoffnung“-Aktion findet am heutigen Samstagmorgen, den 25.10.2025, in Offenburg bei grauem Nieselwetter statt.

Wir sind heute zu neunt, Susanne, Dagmar, Heike, Jessy, Thorsten mit Freundin Kathleen, Peter, Marcel und ich, Verena.
Der Wettergott ist gnädig mit uns und wir laufen los in Richtung einer Notunterkunft. Allerdings ist es frisch, und der Durst nach heißem Kaffee und einer warmen Terrinen Suppe ist groß. Warme Kleidung ist ebenso gefragt und wir beraten in Sachen Größen und Styling gerne. Die Kleidung, die wir dabeihaben, ist begehrt, so dass wir bald nachfüllen müssen.
Ein Mann erzählt mir, dass er über 45 Jahre im Krankenhaus gearbeitet hat und aufgrund mehrerer Schicksalsschläge nicht mehr auf die Beine kam. Er hatte keinen, der ihm half. Solche Geschichten nehmen uns immer wieder mit und ich bin einmal mehr dankbar, dass ich eine Familie und viele Freunde habe, die mir jederzeit unter die Arme greifen würden, wenn es mir schlecht geht.

Als alle zufrieden sind, machen wir uns startklar zur nächsten Anlaufstelle. Der Abschied dauert ein wenig, es wird gedrückt und nochmal gedrückt, gedankt und nochmal gedankt. Diese Szene ist schön und erfüllt mich von ganzem Herzen.

An unserem nächsten Halt angekommen finden wir vier Personen vor. Sie haben sich, des Wetters wegen, in einem etwas geschützteren Eck eingerichtet. Ein kleines Feuer strahlt ein bisschen Wärme ab. Auch hier sind wieder bekannte Gesichter. Wir versorgen alle mit Essen, Kaffee und warmer Kleidung. Für eine uns inzwischen gut bekannten Frau legen wir immer schon ein paar Kleidungsstücke auf die Seite. Sie ist sehr dünn und hat ihren eigenen Geschmack. Dankbar nimmt sie die Tüte entgegen und probiert, was ihr gefällt.

Unsere Bollerwagen haben sich gut geleert, wir verabschieden uns und räumen das übrig Gebliebene wieder sorgfältig ein. Als wir am Gehen sind, kommt einer der Obdachlosen nochmal und zeigt uns seine ergatterte Tasche mit dem BO-Logo, welche er von uns bei einer der letzten Aktionen bekommen hat.

Am Ende des Tages blicken wir wieder einmal auf eine erfolgreiche Aktion zurück, wir konnten Notwendiges verteilen, intensive Gespräche führen und uns die oft traurigen Geschichten anhören.

Beim Einräumen sprechen wir bereits über die nächsten Termine überlegen, wie man zur besinnlichen Zeit wieder eine kleine Aufmerksamkeit zusätzlich gestalten kann.

Überlegt Euch auch einmal mit uns zu laufen, es gibt einem so viel und man geht mit einem wohligen Gefühl wieder nach Hause.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.