„Dann kommt der Regen“ – Nach und nach treffen wir, Frank, Annika, Wolle, Jacqueline, Tanja, Patrick, Benni, Manu, Nadine und ich, Nine, Ende Februar in einer von uns regelmäßig besuchten Notunterkunft im westlichen Ruhrgebiet ein und werden dort bereits von den ersten Personen erwartet. Ganz besonders freuen wir uns über die Teilnahme von Manu und Nadine, die hierfür weite Wege auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen.
Pünktlich zur Ankunft meint es das Wetter nicht besonders gut mit uns, es schüttet wie aus Eimern. Kurzerhand suchen wir uns einen Unterstand. Dadurch, sowie einem weiteren Umstand, verzögert sich der Start etwas. Denn Wolle und Benni sind noch bei einer Wohltätigkeitseinrichtung und holen dort eine großzügige Zimtsternespende ab.
Die Bewohnerschaft zeigt sich sehr geduldig; obwohl die Anzahl der Wartenden immer größer wird, ist die Stimmung gut und die Wartezeit wird für Gespräche und freundliches Geplänkel genutzt. Auch dieses Mal ist zu sehen, dass sich unser Angebot herumgesprochen hat, denn einige neue Gesichter erscheinen.
Nachdem wir vollständig sind sowie uns organisiert und aufgestellt haben, startet eine friedliche Aktion in entspannter Atmosphäre. Da es regnet, aber nicht eisig kalt ist, halten sich so gut wie alle länger bei uns auf, trinken Kaffee & Tee und erzählen von ihrem Alltag:
- Danni – unsere Rollstuhlfahrerin – ist unfassbar stolz, dass sie sich den Termin dieses Mal gemerkt hat und pünktlich ankommt. Stolz trägt sie die Jacke aus einer Spende von einer Ausgabe im Herbst.
- Marcel mit seinem Hund Murphy freut sich sehr, dass Benni für Murphy wieder Würstchen im Gepäck hat, die der Hund verträgt.
- Unser Holländer Jorg sieht sehr schlecht aus. Er muss bald ins Krankenhaus, da er wegen seiner Epilepsie neu mit Medikamenten eingestellt werden muss.
- Rick ist sehr ausgelassen, redet ohne Unterlass und zeigt stolz auf seinem Tablet, welche Figuren er mit KI erstellt und irgendwo im Netz hochlädt.
- Yvonne ist auch da und in einem schlechten Allgemeinzustand. Auf mich wirkt sie ziemlich unruhig, gleichzeitig hat sie viel Redebedarf.
Insgesamt können wir auf eine sehr erfolgreiche Aktion zurückblicken, nach der wir „ausverkauft“ abziehen und geschätzt circa 30-35 Personen versorgt haben. Auch die riesige Klamottenspende eines Mitglieds ging weg wie warme Semmeln und ist wahnsinnig gut angekommen.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.


