„Die Beletage hat dich beschissen“ Düsseldorf ist in der breiten Wahrnehmung insbesondere als Mode- und Kunststadt, für die Rheinterrassen, die Königsallee (Kö) sowie für Altbier bekannt. Leider verhält es sich mit der Rheinmetropole aber auch wie mit allen anderen Großstädten in der Bundesrepublik, wo Licht ist, ist auch Schatten. Und in diesem Schatten leben auch in Düsseldorf zahllose bedürftige Menschen am oder unter dem Existenzminimum. So leben dort laut Statistiken mehr als 700 Obdachlose und die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.
Umso wichtiger ist es daher, dass wir Anfang Oktober in eben jener Rheinmetropole im Rahmen unseres Projekts „Licht der Hoffnung“ unterwegs sind. Wir, das sind René, Tom und Christine mit je einem Bollerwagen, beginnen unsere Runde um 15:00 Uhr. Kaum aus dem Parkhaus heraus treffen wir auch schon die erste Gruppe Bedürftiger. Insbesondere eine beinamputierte Rollstuhlfahrerin freut sich über eine warme Decke und eine Rundumversorgung. Wir statten die Gruppe mit Kleidung, Hygienebeuteln sowie Bananen, Eiern, Snacks und Getränken aus.
Nur ein paar Schritte weiter können wir die nächsten Bedürftigen versorgen und so sind nach nur 150 Metern Wegstrecke unsere Vorräte bereits zur Hälfte aufgebraucht.
Auch am Hauptbahnhof mangelt es leider nicht an Obdachlosen und Hilfesuchenden. Und auch hier ernten wir große Dankbarkeit für unsere Versorgung. Nach rund 90 Minuten sind unsere Vorräte dann erschöpft und wir müssen unsere Aktion beenden.
Für alle Statistik-Freaks unter euch mal ein paar Zahlen, was Begriffe wie „vollgepackte Bollerwagen“ in Zahlen bedeuten können:
Wir verteilen an diesem Tag insgesamt 3 kg Mandarinen, über 8 kg Bananen, 48 Terrinen, 12 Nudelpakete, 42 bunte Eier, 30 Trinkpäckchen, 40 Schokobrötchen und 32 Süßigkeitenbeutel. Dazu kam eine Menge Kleidung und Schuhe, auch Handschuhe, Mützen, Socken und Unterwäsche.
Auch heute blicken wir wieder auf ein wirklich tolles Licht der Hoffnung zurück, große Dankbarkeit und viele nette Worte begleiten unsere kleine Tour. Worte wie „Passt auf Euch auf“ oder „Danke für Euren Einsatz“ motivieren sehr und lassen uns wissen, dass wir den richtigen Weg gehen.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.


