„Wieder mal nen Tag“ … sinnvoll genutzt. Zugegeben, textlich nicht ganz filigran und melodiekonform umformuliert, aber inhaltlich trifft es sehr gut auf unsere Ausgabe von Lebensmitteln und weiteren Artikeln des täglichen Bedarfs in einer Notunterkunft für Bedürftige im östlichen Ruhrgebiet Mitte September zu.

Mittlerweile sind wir vom B.O.S.C. – heute sind das Christine, Tom und ich, Chris – dort bereits bekannte und gern gesehene Gesichter. So gern gesehen, dass wir heute mit sieben Menschen, die am gewohnten Treffpunkt erscheinen, sogar einen neuen Höchstwert verzeichnen.

Schnell kommen wir mit einem uns bisher noch unbekannten Bewohner in ein intensives Gespräch. Er lebt seit fast einem Jahr dort, berichtet von seinen acht Schlaganfällen weswegen er Wortfindungsstörungen und große Probleme mit der Verständigung hat. Das ist ihm sehr unangenehm. Vermutlich haben wir ihn aus diesem Grund bisher noch nicht kennengelernt. Seine Geschichte berührt uns sehr.

Außerdem freuen wir uns riesig über die Nachricht, dass wir zwei Personen heute vermutlich zum letzten Mal sehen werden, da diese in Kürze in je eine kleine Wohnung ziehen. Wir können sie mit Duschtüchern und Waschzeug ausrüsten, sodass sie eine kleine Ausstattung für ihren dortigen Neuanfang haben.

Nach gut eineinhalb Stunden beenden wir die Ausgabe und überlassen die Bewohner ihren Abendplänen: einem gemeinsamen Kochen und Abendessen. So soll es sein!

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.