„Bin ich Mensch, oder bin ich ein Tier, oder bin ich nur so wie Du?“- Unsere „Licht der Hoffnung“-Aktion Mitte Dezember im kalten Gelsenkirchen beginnt direkt am Hauptbahnhof, wo ich, Henning, zusammen mit Christine einem bedürftigen Rollstuhlfahrer Gutes tun kann. Es fühlt sich sehr gut an, zu sehen, wie sehr er sich freut und die Sachen mit seinem besten Freund teilt. Hier können wir auch direkt den ersten Onkelz-Schal übergeben. Das sorgt sichtlich für Freude.
Auf dem Weg durch die Innenstadt treffen wir – wie zuletzt – kaum Bedürftige an. Aber diejenigen, die unseren Weg kreuzen sind ausnahmslos sehr dankbar. Der Hauptteil der Versorgung findet heute am Musiktheater statt, wo wir erneut auf Omar treffen – leider in einem schlechteren Zustand als bei meiner letzten Aktionsteilnahme in dieser Stadt. Umso besser, dass wir ihm mit unseren Speisen helfen können. Er hat großen Hunger, freut sich aber auch über die Worte, die wir wechseln. Außerdem treffen wir auf einen Bedürftigen, der vor kurzem erst aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er freut sich sehr über unsere Gaben und bedankt sich überschwänglich, als er den Onkelz-Schal gereicht bekommt. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie man mit kleinen Dingen so viel Freude bewirken kann.
Nach ca. einer Stunde, die wir am Musiktheater verweilen, schauen wir noch bei einem Supermarkt vorbei. Hier treffen wir immerhin zwei Personen an, die wir versorgen können – inklusive einer kleinen schüchternen Fellnase und Nino de Angelo-Musik. Wir erfahren Dankbarkeit pur. Als wir anschließend auf dem Rückweg zum Bahnhof noch einmal das Musiktheater kreuzen, treffen wir die hier anwesenden Bedürftigen beim Flaschensammeln an – dies hält sie jedoch nicht davon ab, uns abermals alles Gute zu wünschen und sich nochmals herzlich zu bedanken.
In der Innenstadt stoßen wir auf zwei weitere Obdachlose, an die wir unser restliches Obst ausgeben. Als wir eigentlich im Begriff sind, ins Parkhaus zu gehen, spricht uns ein weiterer Mann an, der sich riesig freut, noch Kaffee und Terrinen von uns zu bekommen. Eigentlich möchten wir zum Abschluss noch unseren bisherigen Stamm-Dönerimbiss besuchen, doch dieser ist angesichts des heutigen Heimspiels von Schalke 04 gegen den befreundeten „Glubb“ aus Nürnberg voller Fans und Fußballmusik, sodass wir beschließen, die restlichen Sachen ins Auto zu bringen und die Aktion für heute zu beenden.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.


