„Ein leerer Bauch, ein wilder Blick“ – Heute machen wir uns erneut auf den Weg, um ein Licht der Hoffnung in die Gesichter der Bedürftigen zu zaubern. Wir sind: Nancy, Tanja, Annabell, die inzwischen eine feste Größe bei uns ist, Heiko, Martin, Michael (Papa von Annabell), Holger, Christopher so wie Friedel und Sohn Theo. Uns überrascht gleich zu Beginn, wie schnell die Lebensmittel verteilt werden können: 50 Terrinen, 38 Dosen Fisch, dazu Bananen, Mandarinen, Orangen, Äpfel, Toastbrote mit Käse und Bekleidung sind gefühlt so schnell weg wie noch nie. Dabei gibt es viele Bedürftige, die aus ihrer Not heraus am liebsten doppelt nehmen würden, aber auch Menschen, die bewusst weniger nehmen, um anderen ebenfalls etwas zu lassen.

Am Ostbahnhof fällt uns auf, dass mehr Frauen als sonst unterwegs sind, darunter auch ältere Damen. Eine dieser Frauen freut sich riesig über Süßigkeiten. Sie möchte es, anstatt diese selbst zu konsumieren, lieber ihren Enkeln schenken.

Ich finde es erschreckend, dass es so viele ältere Menschen gibt, die auf uns angewiesen sind, insbesondere weil die eigene Rente nicht ausreicht, um sich selbst zu versorgen oder den Angehörigen eine Freude zu bereiten. Wie schön ist es doch, dass wir im Namen des B.O.S.C. unterwegs sind, um Gutes zu tun und Not zu lindern. Dies erzeugt auch bei uns Dankbarkeit und Demut. Wie sehr man sich über eine Dose Fisch mit Paprika freuen kann, zeigt uns ein junger Mann, denn er strahlt über das gesamte Gesicht. Ein anderer Herr bekommt Äpfel und zeigt daraufhin seine Freude. Bei den Tiny Häusern angekommen, ruft man uns zu: „Ihr kommt doch von den Onkelz!“. Dieser Wiedererkennungseffekt freut uns natürlich sehr. Und es zeigt auch, dass wir Hoffnung und Verlässlichkeit bringen.

Am Alexanderplatz angekommen, erzählt uns eine Frau, dass ihr der Rollstuhl gestohlen wurde. Sie kann sich kaum bewegen und wir bringen ihr alles, was sie benötigt. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, genau hinzusehen, damit man die individuellen Bedürfnisse der Leute richtig erfasst. Natürlich treffen wir auch auf viele bekannte Gesichter, unter anderem ein Pärchen, für das heute schon Weihnachten ist. Sie bekommen Onkelz-Merchandise sowie Leckerlis und Streicheleinheiten für ihren Hund. Die Freude darüber könnte nicht größer sein.

Am Ende unserer Aktion blicken wir auf einen Tag voller Begegnungen, Freude und Dankbarkeit zurück. Kleine Gaben wie Süßigkeiten oder ein paar Äpfel können große Wirkung haben. Danke an alle, die diesen Einsatz möglich gemacht haben!

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.