„Liebe deinen Nächsten“- okay, Gutes tun ist auch schon mal ein Anfang. Deshalb treffe ich, Dennis, mich mit Diana und Marcel sowie deren Tochter am Parkhaus Mitte in Lübeck, um die Bedürftigen der Stadt bei kalten Herbsttemperaturen mit Lebensmitteln und Secondhand-Artikeln zu versorgen. Die zweitgrößte Stadt Schleswig-Holsteins, ehemalige Hanse mit historischer Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, hat auch einiges an Armut und Obdachlosigkeit aufzubieten. Am Ende des Tages können wir das Resümee ziehen, dass wir zwischen 30 und 40 Personen etwas Gutes tun konnten. Eine beträchtliche Zahl. Das ermutigt uns natürlich, unser Licht erneut und konstant erstrahlen zu lassen.
Was haben wir erlebt? Welche Menschen haben wir angetroffen? Zum Beispiel den Mann, der an MS erkrankt ist und für ein paar Tage bei Freunden unterkommt, damit er nicht auf der Straße schlafen muss. Oder einen älteren Herrn, der mir sein Onkelz-Tattoo zeigt und erzählt, dass er in der Oi!-Phase, also in den 1980ern, auf einem Onkelz-Konzert war.
Der Kontrast zwischen der Einkaufspassage, in der festlich beleuchtete Läden mit „Black Week Deals“ locken – das neueste iPhone hier, irgendwelcher Elektronikschnickschnack dort – und unseren Begegnungen mit bedürftigen Personen, denen wir eine heiße Tasse Kaffee oder Tee, eine Lunchtüte oder ein Paar Handschuhe schenken, könnte krasser nicht sein. Und die Freude und der Dank über unsere Gaben sind größer als die über die meisten Konsumartikel, die irgendwann in die Ecke fliegen.
Auch beim nächsten Mal werden wir uns wieder den emotionalen Begegnungen stellen – mit den anderen wie auch mit uns selbst. Wir tun Gutes, versprühen ein bisschen Hoffnung, geben Licht und Wärme und wollen mindestens die Welt verändern. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.




