Da der Kartenvorverkauf der Onkelz mit dem geplanten Start unserer Aktion Licht der Hoffnung zusammenfällt, müssen wir diese leider um zwei Stunden verschieben. Als wir dann vollzählig sind, ziehen wir mit 8 Bollerwagen in die sehr überlaufene Innenstadt. Heute sind Sandra, Saro, Sina, Michele, Steven, Christian, Volker, Christian, Albin, Heiko und ich, Dirk, am Start. Unsere schön verpackten Geschenke, die wir von einer Organisation einer anderen Stadt haben, fallen direkt auf.
Bevor wir uns auf den Weg zum recht vollen Bahnhof machen, bemerken Sandra und Heiko eine recht aufgekratzte Stimmung. Gerade deshalb ist es so gut, dass Christian dabei ist. Er kennt den einen oder anderen von der Straße und kann uns Tipps geben, wie wir am besten mit der überstimulierten Stimmung umgehen. Eine Frau fällt besonders auf, da sie anscheinend schwersttraumatisiert ist. Christian gibt ihr hilfreiche Tipps, damit sie möglichst lange etwas von den Sachen hat, die sie von uns bekommen hat.
Eine andere Gruppe ist ebenfalls mit Bollerwagen unterwegs, um den Bedürftigen der Stadt eine Freude zu machen. Sie spielen Weihnachtsmusik: „Last Christmas“ von Wham! und „All I want for Christmas“ von Mariah Carey.
Wir gehen die Straße der Innenstadt hoch vorbei an einer Einrichtung, die Abhängigen hilft, und haben dort die Möglichkeit, weitere Spenden an Bedürftige zu verteilen. Auf dem Platz angekommen, werden wir schon gebührend empfangen. Erwähnenswert ist auch, dass – anders als sonst – heute die Polizei mit von der Partie ist. Nein, keine Eskorte für uns, sondern zur Überwachung und für die Sicherheit des Platzes.
Dass wir unsere leuchtend grünen B.O.S.C.-Westen während der Aktionen tragen, erweist sich heute wieder einmal als sinnvoll. Trotz der beginnenden Dunkelheit sind wir nämlich noch gut zu erkennen.
Auffallend und erwähnenswert ist, dass die Bedürftigen bemerkt haben, dass Sinchen und Chris nicht dabei sind. Sie werden schmerzlich vermisst. Wir erklären ihnen, dass beide verhindert sind. Nun sind die Bedürftigen beruhigt und freuen sich darauf, die beiden bei unserer nächsten Aktion zu sehen.
Erwähnen möchte ich auch mal Ralf. Ralf ist einer unserer Bedürftigen, und wenn er uns sieht, könnte man fast glauben, dass er eine Banane quer futtern könnte, so sehr freut er sich. Er erzählt uns, dass er bald eine eigene Bleibe haben wird und somit eventuell auch eine Rente bewilligt bekommt.
Wir machen uns durch das Getümmel wieder auf den Weg in Richtung Parkhaus. Wir verabschieden uns und freuen uns auf das nächste Licht der Hoffnung. Übrigens ist unsere „Saro“, die Ehefrau von Dirk, seit gestern ein offizielles Mitglied des B.O.S.C. – Herzlich willkommen!
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.




