„Die Krankheit der Zeit“ – dieser begegnen wir, Kerstin, Chris und ich, Bernd, häufig in den Straßen Frankfurts, und das nicht nur im berüchtigten Bahnhofsviertel. Heute sind wir wieder in der Innenstadt unterwegs. Wir haben unsere gut bestückten Bollerwagen dabei und haben uns die Hauptwache als Treffpunkt ausgeguckt, um von dort aus dann unsere Runde zu drehen.
Zunächst gehen wir in Richtung Römerberg, anschließend in die Liebfrauenstraße. Gegenüber der Liebfrauenkirche treffen wir auf einige Bedürftige, die wir mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln ausstatten. Währenddessen stellen wir fest, dass immer mehr Menschen zu uns kommen und dieser Punkt sich als „Hotspot“ herauskristallisiert. Außerdem wird ein Passant auf uns aufmerksam. Wie sich herausstellt, ist er selbst großer Onkelz-Fan und geht zu den Konzerten. Er spricht uns wegen der Aktion positiv zu, daraufhin spricht uns ein weiterer Passant an und bietet seine Unterstützung für die nächste Aktion an. Beide Ereignisse lassen in uns ein Gefühl der Wertschätzung entstehen – neben den guten Gefühlen, die das Geben und Helfen auslöst, freuen wir uns darüber ebenfalls.
Dann gehen wir weiter über die Zeil in Richtung Konstablerwache. Da hier weniger Treiben an diesem Sonntag ist – verglichen mit dem Trubel während Werktagen – fallen uns die Bedürftigen schneller ins Auge und wir können zielgerichtet auf die Personen zugehen. An der Konstablerwache bildet sich ebenfalls ein „Hotspot“, da wir durch die Versorgung einer kleineren Personengruppe die Aufmerksamkeit anderer erregt haben, die sich so dann zu uns gesellen.
Summa summarum können wir heute in etwa 30 Personen mit Artikeln des alltäglichen Gebrauchs ausstatten und einige kurzweilige Gespräche führen. Unsere Ohren und Herzen sind offen für die Anliegen und Sorgen der Menschen gewesen, die im hektischen Alltag oftmals kaum registriert werden.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.


