Mitte 2018 haben wir uns an die Planung der Rückkehr des B.O.S.C. Busses gemacht. Im Mai 2019 konnten wir den Bus in Empfang nehmen, haben ein Schrauber-Team zusammengestellt und sind seitdem dran, den alten Weggefährten wieder aufzubereiten.

Ein Team aus kompetenten Fachleuten arbeitet jedes Wochenende daran, dass das Fahrzeug wieder auf die Straße kommt. Etliche Stunden Arbeit aber mindestens genauso viele Stunden Spaß flossen bereits in das Projekt, welches rechtzeitig fertiggestellt werden soll, damit ihr uns auf der kommenden Tour bereits von Weitem erkennen könnt.

Die Arbeiten am Bus erfolgen von allen Beteiligten ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft und Herzblut.

Folgende Aktionen haben im Rahmen des Projektes stattgefunden.

23.05.2020 - Die Hauptuntersuchung

Ein Jahr lang haben wir darauf hingefiebert und vor allem hingearbeitet: die Hauptuntersuchung.

Treffpunkt für die kleine Delegation, bestehend aus den beiden Projektleitern und dem Fahrer inklusive des jeweiligen Anhangs, ist halb acht am Bus. Vor Ort wird noch eben ein neuer Luftfilter eingebaut sowie eine GoPro angebaut und eine weitere Kamera positioniert, um diese erste Fahrt im neuen Glanz für die Nachwelt festzuhalten.

Um kurz nach acht geht es dann los, erster Halt nach sagenhaften 600 Metern (ohne Zwischenfälle): die Tankstelle. Vollgetankt geht es dann direkt weiter Richtung Prüfstelle, wo wir gegen neun Uhr ankommen.

Unser Projektleiter Sascha begleitet die Prüfung, während der Rest brav wartet. Während draußen die Spannung steigt, verläuft die Prüfung selbst recht entspannt, ein paar kleine Mängel werden noch gefunden, jedoch nichts, was unser fantastisches Team nicht beheben kann. Leider passiert dem Prüfer ein kleines Missgeschick, während er den Bus von der Halle der Bremsprüfung in die Halle der Abgasuntersuchung fährt: In der Halle ist ein zusätzliches Tor verbaut, dieses ist nicht komplett hochgefahren und so fährt der Prüfer leicht dagegen. Der Bus selbst trägt nur zwei kleine Lackschäden davon, die leicht auszubessern sind – das unterste Element des Tores dürfte nun allerdings Schrott sein.

Auch die Wartenden können draußen einiges erleben. Bereits als der Bus noch draußen steht, fahren viele PKW langsamer die Straße entlang um zu staunen und teilweise sogar Fotos zu machen. Als die Prüfstelle öffnet, kommen dann zwei Kunden, welche Onkelz-Fans sind auf dem Gelände an. Einer der beiden steht zunächst etwas abseits und beobachtet uns, kommt dann aber mit unserem Fahrer ins Gespräch. Es stellt sich heraus, dass den Fan auch eine Geschichte mit dem Bus verbindet und er sogar schon mit der Band hinten in der Sitzecke gesessen hat. Und auch, wenn er heute mit den Onkelz nicht mehr viel anfangen kann, so findet er es dennoch sehr gut, dass der Bus wieder rollt und macht einige Fotos, die er auch an Freunde verschickt.

Plötzlich kommt ein Bulli angebraust, jemand springt heraus und flippt förmlich aus vor Freude. Er erzählt, dass sein Chef den Bus gesehen, Fotos gemacht und direkt seinen Mitarbeiter – den Bulli-Fahrer – informiert hat, da er wusste, dass dieser großer Onkelz-Fan ist. Da hat er sich natürlich direkt auf den Weg gemacht und sich sehr gefreut, den schwarzen Riesen in Natura zu sehen. Sein Tag ist definitiv gerettet.

Nach der bestandenen Hauptuntersuchung geht es dann wieder zurück in die Werkshalle, wo wir gegen zwölf ankommen. Unterwegs haben wir viele “Daumen hoch” gezeigt bekommen und einige haben Bilder gemacht. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir mit dem Koloss durch ganz Deutschland fahren.

08.02.2020 - Meilenstein-Party

Der Bus ist lackiert und das verlangt nach einer Meilenstein-Party. Und die haben wir, natürlich im Beisein unseres neuen alten Gefährten, gefeiert!

Direkt bei Ankunft erwartete uns die erste Überraschung: Die Jungs und Mädels hatten es nicht nur fertig gebracht, den Bus zu lackieren, sondern ihn auch wieder standesgemäß zu kleiden – in Form der altvertrauten und doch erfrischend neuen Beschriftung.

Es war ein rauschendes Fest mit wundervollen Menschen, so familiär wie eine Party unter Onkelz-Fans nur sein kann. Es gab reichlich Speis und Trank, viele tolle Gespräche, Tanz und Gesang – und zur Krönung natürlich einen Kuchen (und Bier)!

Unser unermesslicher Dank geht an alle Schrauber, die sich so fleißig Wochenende um Wochenende darum kümmern, dass wir bald wieder eine Begleitung haben, wenn wir im Namen der Onkelz unterwegs sind!

17.01.2020 - Der Bus ist lackiert

Es ist soweit – ein Meilenstein wurde erreicht.

Zwei Wochenenden lang hat unser fleißiges Bus-Team mal wieder alles gegeben und dem Bus seinen standesgemäßen Anstrich zurückgegeben: er strahlt nun wieder in leuchtendem Schwarz!

Nachdem uns mehrere Lackierereien im Stich gelassen haben, haben wir kurzerhand eine provisorische Lackierkabine gebaut und das Biest selbst lackiert.

Nachdem rund 40 kg Spachtelmasse verarbeitet worden ist, wurden an die 20 kg Grundierung, 18 kg Füller und 15 kg Lack, jeweils plus Härter und Verdünner, versprüht – an dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Lukas und das Autohaus Pichler Neuhofen, die uns freundlicherweise den Lack gesponsort haben.

Die Arbeiten am Füller zogen sich bis etwa 04:30 Uhr am Samstag morgen, ab 10:00 Uhr stand das Team dann wieder auf der Matte, um mit den Säuberungsarbeiten zu beginnen und gegen 16:00 Uhr dann die endgültige Lackierung aufzutragen. Um 20:00 Uhr etwa war das Werk schließlich vollbracht.

Was unsere ehrenamtlichen Schrauber Wochenende um Wochenende für Arbeit in den Bus stecken ist aller Ehren wert, allein einer unserer Lacker ist inzwischen schon mehr als 7000 km gefahren, um bei den Arbeiten auszuhelfen.

Wir können es kaum erwarten, den schwarzen Koloss wieder auf der Straße zu sehen!

21.12.2019 - Weihnachtsfeier

In den letzten Monaten sind beim Schrauben am Bus alte Freundschaften gefestigt und neue geschlossen worden. Und da bei einem solchen Projekt auch das Feiern nicht zu kurz kommen darf, organisierte unser fleißiges Schrauber-Team für heute eine feine Weihnachtsfeier.

Neffen und Nichten, welche in den vergangenen acht Monaten dazu beigetragen haben, dass der B.O.S.C. Bus wieder im Namen der Onkelz die Straßen unsicher machen wird, sind angereist, um gemeinsam zu feiern. Ein Beamer warf sämtliche BO-Konzerte in chronologischer Reihenfolge an die Wand, der beste Chor der Welt hatte die Stimmen gut geölt und die Feuertonne hat fast 2 Hängerladungen Holz vernichtet.

01.05.2019 - Die Überführung

Heute durfte der Bus das erste Mal wieder auf die Straße. Auf dem rund 70km langen Weg in die Halle, die für viele Wochen und Monate sein Zuhause werden soll, gab es keine Zwischenfälle. Ja gut, einmal kurz festgefahren, aber wer will denn kleinlich sein.

Natürlich wurden sofort Hand angelegt und die ersten Schrauben gedreht.

16.04.2019 - Erste Begutachtung

Eine kleine Delegation macht sich auf, um den Bus vor Ort zu begutachten. Er steht auf einer Wiese, wurde rückwärts in einen Wall gefahren und ist eingebaut. Im Innenraum ist im Grunde alles rausgerissen. Unsere Jungs krempeln die Ärmel hoch und räumen den alten Riesen erst mal frei.

Dann der erste Test: und siehe da, das Gefährt springt auf Anhieb an! Aktueller Zustand: Keine Schönheit, Rahmen sieht den Umständen entsprechend gut aus, Fazit: alles machbar.

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