„Wo auch immer wir stehen“: Bei der heutigen Licht der Hoffnung – Aktion in Wuppertal profitieren wir, Christine, Melina, René, Tom Micha und ich, Henning, von kurzen Wegen und begeben uns auf unsere übliche Runde. Diese führt uns mit vier voll bepackten Bollerwagen von unserer uns inzwischen bestens bekannten Straßenbewohnerin „Mama Schlumpf“ über den Obdachlosen-Hotspot zurück zum Hauptbahnhof.

Wir treffen auf einige bekannte Gesichter, die uns erkennen. Unter ihnen sind auch Menschen, die wir seit Monaten nicht mehr gesehen haben. Alle freuen sich, uns zu sehen. Auch kleine, aber immer lieb gemeinte Frotzeleien über Fußball werden ausgetauscht. Während Tom und Melina einen tollen Job bei den Second-Hand-Artikeln machen, kümmere ich mich um Kaffee und Fingerfood. René ist als Springer Gold wert und Christine kümmert sich wie eh und je mit ganz viel Herzblut um die heißen Terrinen.

Bei der Ausgabe selbst finden zumindest mit mir keine tiefgründigen Gespräche statt, dafür fallen jedoch enorm oft die Wörter „Bitte“ und „Danke“ und auch mit Gesten wird häufig pure Dankbarkeit ausgedrückt. Die vereinzelten Personen, die sich nicht angemessen benehmen, werden entweder sofort von anderen Bedürftigen gemaßregelt oder wir klären die Situation nach einem kleinen Signal kurzerhand selbst – freundlich, aber bestimmt.

Noch während wir unsere Aktion bei einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen, ist spontan nochmals unser Einsatz gefragt, denn eine anwesende Person hat plötzlich gesundheitliche Probleme. Zu dritt können wir auch hier schnell zu Hilfe eilen.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.