„Jetzt, wo ich clean bin, wird mir alles klar.“ – Bei unserer „Licht der Hoffnung“-Aktion an einem knackig kalten Februartag in Hannover begegnet uns ein Kuriosum. Denn was mir, Henning, im Vergleich zu anderen Aktionen heute auffällt, ist, dass trotz Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt Heißgetränke und warmes Essen gar nicht so sehr gefragt sind. Dies kann auch mit der fast zeitgleichen Versorgung mit warmem Essen durch eine andere Einrichtung zusammenhängen. Aber dass bei einer unserer Verteilaktionen am Ende noch Wasser übrig ist, kenne ich sonst nur aus unserer Anfangszeit.
Stattdessen verteilen wir – das sind diesmal außer mir Yvonne, Netty, Wooju und Überraschungsgast Manu – in erster Linie wärmende Handschuhe, Mützen, Süßigkeiten und warme Worte. Besonders freut es mich, dass es wieder einmal zu dem einen oder anderen Gespräch mit den Bedürftigen kommt. So erzählt mir beispielsweise ein Obdachloser stolz, dass er mittlerweile weg von den harten Drogen ist. Auch der Mann, der stets eine rote Ferrari-Mütze trägt, kommt uns noch besuchen. Er muss offenbar einen siebten Sinn haben, denn kurz zuvor sprechen wir noch über ihn.
Zum Abschluss dürfen wir noch einen fröhlichen Vierbeiner mit Leckerlis versorgen. Wir sind erstaunt, wie schnell heute alles vorbei geht, aber es zeigt uns auch, wie wichtig unsere Versorgung ist – gerade zu dieser Jahreszeit. Gleichzeitig sind wir aber auch erschrocken darüber, wie viele Menschen unter harschen Bedingungen draußen ausharren müssen, während für uns heute Abend wie selbstverständlich ein warmes Bett bereitsteht.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.





