„Ein guter Freund in schlechter Lage“ – das sind wir allesamt, wie wir in großen oder kleinen Teams durch Deutschlands Städte ziehen (und nicht zu vergessen: Wien), um die Ärmsten der Armen mit dem Notwendigsten zu versorgen. Seit zwei Jahren machen wir – in sich immer mal ändernder Konstellation – das hier in Offenburg. Und stellen dabei fest, wie herzlich und vertraut so manche Beziehung zu einzelnen Personen gewachsen ist.

Heute sind wir sieben Mitglieder und zwei Ehemänner. Es sind knackige 28 Grad.

Wohl wissend, dass die Suppenküche über das verlängerte Pfingstwochenende geschlossen hat, haben wir zwei Bollerwagen ausschließlich für Nahrungsmittel und Getränke dabei.

An unserem ersten Stopp können wir einen Großteil unserer Spenden unter den Leuten verteilen. Zudem stellen wir fest, dass ein Bauzaun aufgestellt wurde. Eine Frau erklärt uns, dass dies extra so gemacht wurde, da man nicht möchte, dass sich Bedürftige hier weiterhin aufhalten. Zu unserer Überraschung erfahren wir auch, dass sich am alten Schlachthaus ebenso wieder Obdachlose aufhalten. Eigentlich wurde dieser Aufenthaltsort geräumt, da auf dem Nachbargelände eine Baumaßnahme starten soll. Nun dürfen dort also wieder Leute Schutz suchen und nächtigen, weshalb wir uns dorthin auf den Weg machen.

Am Ziel angekommen treffen wir einige bekannte Personen, aber auch viele Neue. Hier halten wir uns sehr lange auf und verteilen unsere Lebensmittel restlos. Anschließend fragen wir die Bedarfe der Menschen ab. Bis auf die Antwort, dass es kein fließendes Wasser dort gibt – aber in unmittelbarer Nähe einen Brunnen, an dem man sich etwas erfrischen könne – haben die Obdachlosen hier vor Ort heute alles bekommen, was sie zum Überleben für das Wochenende benötigen.

Wir blicken stolz auf unsere gute Tat für heute: Haben wir doch summa summarum 40 Personen versorgen können. Und sehr oft kamen die Worte des Dankes an uns zurück: „Wie schön, dass es euch gibt!“. So ziehen wir zurück zu unseren Autos und beenden unser Licht der Hoffnung für heute.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.