„Licht und Schatten steh`n gemeinsam vor der Tür“
Auch heute sind wir wieder mit 10 Mitgliedern in Köln unterwegs: Annika, Nadine, Christian, Günni, Andreas, Pat, Dennis, Oliver und René sowie ich, Henning. Die fünf Bollerwagen werden in der Tiefgarage mit Second-Hand-Klamotten, ca. 50 Terrinen, ein paar Kilo Bananen, Dosenfisch, Getränken und anderen Dingen routiniert bestückt.
Um 14:30 Uhr formieren wir uns wie üblich am Breslauer Platz und sehr schnell bildet sich eine Schlange. Beeindruckend, wie diszipliniert das mittlerweile auf beiden Seiten der Bollerwagen abläuft. Es folgen zwei intensive Stunden, in denen viele Gespräche geführt und Lebensmittel verteilt werden und man etliche alte Gesichter wieder erkennt – leider ein paar davon nicht auf Anhieb. Da nagt der Zahn der Zeit schon merklich, besonders oder gerade auf der Straße.
Als wir mit unserer Runde fertig sind, sitzen wir bei Sonnenschein noch auf der Domplatte. Es folgt eine besondere Ehre: Tony, uns aus der dortigen Szene bekannt, kommt zu uns, holt ein kleines Poesiealbum heraus und bittet uns darum, ihm etwas hineinzuschreiben. Da sitzt eine Gruppe, trinkt, quatscht und plötzlich kommen drei bis fünf offensichtlich Obdachlose dazu, werden aber sofort in die Gruppe integriert; sie lachen und haben gemeinsam Spaß.
In Kölle fühlt es sich bei vielen Aktionen einfach so an, als ob wir Teil der Szene sind bzw. die Szene Teil von uns. Ich möchte an dieser Stelle den Beitrag mit einem Zitat von Brings beenden:
„Mir sin Minsche nor us Fleisch un Blot
De Hauptsach es, et Hätz es joot“
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder selbst auf die Beine zu stellen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.






