Bisher bin ich, Bernd, Solo-Aktivist in Frankfurt und lasse unerschütterlich das Licht der Hoffnung in der Mainmetropole leuchten. Deshalb ziehe ich auch im Januar des neuen Jahres 2024 mit meinem Rucksack bepackt durch die Brennpunkt-Straßen rund um den Hauptbahnhof. Dabei verteile ich einige Nahrungsmittel und Getränke. Heute erzählt mir ein Mann seinen Leidensweg: eine Familie hat er nicht mehr, seine „Karriere“ auf der Straße begann mit dem beruflichen Aus. Anschließend kam es zur Trennung von seiner Freundin. Zwei Kinder sind bei ihr geblieben. Ich spreche ihm meine Anteilnahme aus und merke, dass er froh ist, jemandem sein Leid klagen zu können. Dass ihm jemand zuhört und das Gesagte ernst nimmt und würdigt, scheint ihm gut zu tun – und ist vielleicht sogar mehr wert als die Müsliriegel und die Banane, die ich ihm gebe.

Anschließend fahre ich mit der Bahn zur Konstablerwache und zur Hauptwache. Dort treffe ich heute die meisten Menschen in den Ein- und Ausgängen zur U-Bahn-Station an.

Danach gehe ich die Zeil entlang, um wieder zurück zum Ausgangspunkt Hauptbahnhof zu gelangen. Alles in allem konnte ich durch meine Aktion heute circa 25 Menschen mit etwas Aufmerksamkeit und dem Notwendigsten an Essen und Getränken eine Freude machen. Ich bin mit mir zufrieden und freue mich darüber, dass ich stets auf Neue den Mut und die Motivation aufbringe, diese Aktion, die andere Mitglieder in anderen Städten oftmals als Team bestreiten, auch allein durchzuziehen.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder gar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.