„Hier kommt die Kirche des Wahnsinns“ – naja, fast! Wir sind heute bei der Vesperkirche in Stuttgart. Parallel zur Essensausgabe der Ökumene halten wir hier unsere Spendenausgabe ab und unterstützen so die Bedürftigen vor Ort. Henning ist wieder zu Gast bei uns. Außerdem dürfen wir uns über Neuzugänge freuen: Ein herzliches Willkommen an Yvonne und die beiden Nadines, die heute zum ersten Mal dabei sind. Außerdem an Bernd, der bereits bei der letzten Aktion als Freund und Gast von Jens geholfen hat. Nun ist er Mitglied im – wie wir finden – besten Fanclub des Landes der natürlich besten deutschsprachigen Band schlechthin. Auch Steffi und Christian mit Tina sowie Anne und Jens mit Aaron sowie ich, Marcel, sind wieder mit dabei.
Wir haben ganze sechs Bollerwagen übervoll mit Spenden – insbesondere Kleidung. Wir hätten es ja nicht für möglich gehalten: Tatsächlich werden wir nach der zweistündigen Aktion alles unter die Leute gebracht haben.
Es herrscht reger Betrieb vor der Kirche, als wir gegen 14 Uhr dort aufschlagen. Wir positionieren uns strategisch günstig. Kaffee, Tee, Lebensmittel zum Mitnehmen, Second Hand, Hygieneartikel sowie Socken, Unterwäsche, Handschuhe und Mützen, die alle durch den B.O.S.C. finanziert wurden, werden gerne genommen. Erst am Ende, wenn wirklich alle versorgt sind, kommen wir so richtig mit dem einen oder der anderen ins Gespräch. Da ist z.B. ein älterer Herr, der erzählt, dass er im Chor singt und aufgrund seiner niedrigen Rente das Angebot einer Mahlzeit gerne annimmt. Außerdem treffen wir eine alte Bekannte: Sie saß lange Zeit mit ihrem Hund Knox auf der Königstraße, hatte Steine bemalt und diese gegen eine Spende verkauft. Später konnte sie die Zeitung „Trott-war“ verkaufen. Nun berichtet sie stolz, dass sie es geschafft hat: Sie hat eine Bleibe und gibt Stadtführungen. Das freut uns total, denn ihr Traum war immer eine „Speaker“-Stelle. Bei den Stadtführungen kann sie natürlich viel sprechen. Von ganzem Herzen wünschen wir ihr weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen auf ihrem Weg zurück in ein „gesellschaftsfähige“ Leben.
Unsere neuen Mitglieder schlagen sich heute tapfer bei ihrer ersten sozialen Aktion im Namen des B.O.S.C. Die beiden Nadines haben die anspruchsvolle Aufgabe der Kleidungsausgabe. Sie meistern sie souverän. Yvonne ist gemeinsam mit Anne am Wagen für Hygieneartikel und Kleidung.
Am Ende der Aktion geht’s wie so oft zum Verweilen in eine Lokalität in der Innenstadt. Hier rekapitulieren wir gemeinsam die Ereignisse und Eindrücke der Aktion und planen bereits die nächste gute Tat.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.




