„Es ging ganz schnell, auf einmal war´n wir da!“: Es ist der 27. Dezember. 2025, der letzte Samstag im Monat – Zeit also für die nächste „Licht der Hoffnung“-Aktion in Dortmund!

18 tolle Menschen treffen sich auf dem Parkplatz am Hauptbahnhof, um 14 Bollerwagen zu beladen. Wir, das sind Albin, Claudi, Chris, Christina, Dennis, Dirk, Heike, Heiko, Helge, Kevin, Michelle, Nicole, Sandra, Sina, Stevi, Thomas und ich, Sandra. Besonders freuen wir uns, dass Ismael uns heute ebenfalls unterstützt.

Neben Terrinen, Getränken, Kleidung, Schokobrötchen, Bananen, Fischkonserven, Decken, Handschuhen, Mützen, Hygienepacks etc. haben wir heute außerdem ca. 65 kleine Geschenke für „unsere“ Bedürftigen in unseren Ziehwagen. Diese sind uns zuvor von der privaten Obdachlosenhilfe „Markus und seine Freunde auf der Straße“ aus Gießen gespendet worden, verbunden mit der Bitte, sie hier zu verteilen – an dieser Stelle noch einmal vielen Dank!

Wir gehen in Richtung Hauptbahnhof, wo wir freudig empfangen werden. Schnell sind wir von vielen bekannten und unbekannten Bedürftigen umgeben und können sie mit dem Nötigsten versorgen. Bei der gegenwärtigen Kälte sind insbesondere Heißgetränke, Handschuhe, Decken, Jacken und Mützen sehr gefragt. Es freut uns wieder sehr, dass wir den Menschen hier ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Besonders groß ist natürlich die Freude, als wir allen ein Geschenk überreichen können. Ein Mann möchte seines direkt wieder umtauschen – er hat das Geschenkpapier entfernt und sieht einen Karton, in dem ursprünglich Gläser verpackt waren. Er sagt: „Ich habe keine Wohnung und kann keine Gläser gebrauchen“. Gemeinsam mit Dennis öffnet er dann aber doch noch den „Gläser-Karton“ und strahlt über den tatsächlichen Inhalt – „Das ist gut!“

Nachdem hier alle versorgt sind, ziehen wir weiter in Richtung Fußgängerzone und auf kurzem Weg zu einer Drogenhilfeeinrichtung. Unsere Bollerwagen leeren sich rasant und auch hier ist die Dankbarkeit überwältigend. Viele der anwesenden Menschen haben schon seit Jahren kein Weihnachtsgeschenk mehr bekommen. Eine Frau weint vor Freude, als sie ihr Geschenk auspackt: einen Schal, eine Mütze, Handschuhe, die sie sofort anzieht – Lebkuchen, Duschzeug, Taschentücher lässt sie in der Schachtel und liest erst einmal ihre Weihnachtskarte.

„Danke, dass es euch gibt!“ hören wir heute des Öfteren und es sorgt bei uns jedes Mal für ein breites Lächeln. Die meisten Bollerwagen sind restlos leer und wir machen uns auf den Rückweg. Einen kurzen Zwischenstopp legen wir jedoch noch bei Ralf ein. Nach Jahren auf der Straße hat er nun endlich eine Wohnung und bekommt ab März auch seine Rente. Wir alle freuen uns riesig für ihn und natürlich bekommt er von uns ein Geschenk, einen Kaffee, eine Decke und etwas zu Essen überreicht.

Am Bahnhof laden wir die Bollerwagen wieder ein. Einige von uns machen sich direkt auf den Heimweg, während sich die anderen noch zu unserem Stamm-Imbiss begeben, um sich etwas aufzuwärmen und zu stärken. Ein wunderschönes „Licht der Hoffnung“ mit vielen wunderbaren Menschen geht zu Ende.

Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.