„Leere ist nichts, was man teilen kann“ – genau deshalb sind, René, Meli, Tom Micha, Christine und ich, Henning, Anfang Februar in Düsseldorf unterwegs. Ein Fünfer-Team, fünf Bollerwagen – und gefühlt sind wir bereits nach fünf Minuten leer, so groß ist der Andrang.
Von superlieb und geduldig bis penetrant und gierig ist heute auf Seiten der Bedürftigen alles dabei, aber dadurch, dass uns einige von ihnen wiedererkennen, findet gewissermaßen eine kleine Selbstregulierung statt.
Persönlich ist es mir heute sehr wichtig, dass Christine mich beim Kaffee unterstützen kann. Richtig toll finde ich, dass erneut einige Onkelzfans vor Ort sind, die bei der Übergabe der Onkelzschals nicht nur ein Licht, sondern ein ganzes Inferno der Hoffnung in ihren Augen haben.
Ich finde in einem Gespräch die Aussage von einem Bedürftigen prägend, der sagt: „Du glaubst nicht, wie viele Leute im Knast die Onkelz hören!“ Tatsächlich kann ich mir das sehr wohl vorstellen, aber schön zu hören, dass „Diese Lieder“ den Inhaftierten Kraft spenden.
Christine ist besonders berührt von einem Kind, einem Jungen, vielleicht zehn oder elf Jahre alt. Er hat eine brennende Zigarette im Mund und nimmt wortlos eine Terrine entgegen. Gerne würde sie ein paar Worte mit ihm wechseln, doch leider ist er genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist.
Positiv in Erinnerung bleibt die Dankbarkeit unseres ersten Bedürftigen heute, der sagt: „Ich warte, wollte euch nicht in eurer Pause stören. Ebenso das erneute Bedanken eines Paares, als wir die Aktion schon beendet haben und auf dem Weg zum Abschlusssnack sind.
Am Ende sehen wir auf eine zwar insgesamt sehr unpersönliche „Licht der Hoffnung“-Aktion zurück, bei der wir aufgrund des großen Andrangs kaum Zeit für Gespräche hatten, aber auch eine sehr wertvolle, weil wir eben für den Moment so vielen Menschen helfen konnten.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.




