„Wir ham‘ noch lange nicht, noch lange nicht genug“ – Wir begeben uns nach Hannover, um eine weitere „Licht der Hoffnung“-Aktion zu veranstalten. Wir, das sind Netty mit Sohn Lucas, Dennis, Norman, Wooju, Tobias, Yvonne und ich, Manuela.
Trotz Turbulenzen mit der Deutschen Bahn oder überfüllten Straßen im Straßenverkehr treffen alle pünktlich um 12:45 Uhr am Hauptbahnhof ein. Die Begrüßung fällt wie immer sehr herzlich aus, anschließend bestücken wir die Bollerwagen. Dabei sind wir nicht unbemerkt geblieben, die ersten Bedürftigen schauen bereits und warten darauf, dass wir uns ihnen zuwenden. Auch der uns bestens bekannte Herr mit der Ferrari-Kappe begrüßt uns herzlich. Eine „Licht der Hoffnung“-Aktion in der Messestadt ohne ihn ist inzwischen gar nicht mehr denkbar.
Fischkonserven werden in Hannover gern genommen, das stellen wir heute wieder einmal fest. Ebenso sind Schokobrötchen und Bananen sehr beliebt, sodass wir uns vornehmen, hiervon zur nächsten Aktion mehr mitzubringen. Alle anderen Mitbringsel finden ebenfalls in kürzester Zeit dankbare Hände.
Es ist schön anzusehen, dass unsere Mitglieder, die hier ein Team bilden, sehr gut miteinander harmonieren und die Ausgabe reibungslos funktioniert. Alle wissen, was zu tun ist. Auch unser potenzielles Nachwuchsmitglied, Lucas, ist eifrig dabei.
Nachdem wir vor einem der beiden Bahnhofsausgänge alle Bedürftigen versorgt haben, gehen wir auf die gegenüberliegende Seite, wo aber nur vereinzelt Personen anzutreffen sind. Hier wird Netty von einer Passantin nach einem Spendenlink gefragt, da sie unsere Tätigkeit gerne finanziell supporten möchte. Der Dame geben wir die Kontaktdaten der gemeinnützigen Patenonkelz.
Mit wenigen Resten ziehen wir weiter zum Stellwerk und sind dort dann binnen kürzester Zeit komplett leer. Hannover geht eigentlich immer recht schnell. Zum einen haben wir hier kurze Wege und zum anderen gibt es leider sehr viele Bedürftige.
Was mir in Erinnerung bleibt, ist eine Szene am Stellwerk: Im hinteren Bereich streiten sich zwei Anwesende heftig und der Bedürftige, der zu diesem Zeitpunkt bei uns am Wagen steht und einen Tee möchte, läuft daraufhin zu den Personen und schlichtet den Streit. Nachdem Ruhe eingekehrt ist, kommt er zurück und entschuldigt sich sowohl für die Situation als auch für die Tatsache, dass er so schnell weggelaufen ist. Natürlich sagen wir ihm, dass das kein Problem ist. Lucas überreicht ihm seinen Tee und der Bedürftige geht dann auch seiner Wege.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof treffen wir noch auf einen Onkelz-Fan, der uns erkennt und uns auf unsere Aktion anspricht. Nach einem kurzen Plausch mit ihm gehen wir weiter und treffen auf eine zweite Gruppe, die Bedürftige versorgt und verpflegt. nach einem kurzen Austausch „unter gleichsam Wohltätigen“ ziehen wir von dannen.
Wir machen uns zum Abschluss auf zum syrischen Imbiss, wo wir schon häufiger gegessen haben, weil wir uns hier wohlfühlen und das Essen sehr gut ist.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.





