„Man braucht mehr als nur Geduld“ – denn obwohl Frankfurt eine Hochburg der Onkelz ist, die Wiege sozusagen, ist unsere Aktion Licht der Hoffnung hier noch nicht so stark frequentiert wie in anderen bundesdeutschen Städten. Bisher zumindest. Bernd, Chris und ich, Kerstin, treffen uns frisch und fröhlich zu Beginn des neuen Jahres um die Mittagszeit bei knackigen 0 Grad und leichtem Schneefall, um in der Katharinenstraße und anschließend auf der Zeil den Bedürftigen etwas Gutes tu tun.
Allzu viele Menschen treffen wir wider Erwarten nicht an. Diejenigen aber, die unsere Wege kreuzen, werden ausgestattet mit Lebensmitteln, Onkelz-Schals, Hygieneartikeln und Getränken. Alle sind dankbar, freundliche Worte wechseln wir und lauschen den meist einsilbigen Worten. Da wir oberirdisch weniger Menschen versorgen können, beschließen wir, in die S-Bahn-Stationen zu gehen und anschließend die Fahrt zur Hauptwache auf uns zu nehmen, um dort noch auf Bedürftige zu stoßen.
Im Großen und Ganzen jedoch fällt das Fazit unserer heutigen Aktion so aus, dass wir eher suchend durch die Innenstadt Frankfurts zogen und weniger Bedürftige antreffen, als wir zuvor gewohnt waren. Möglicherweise liegt es an den kalten Temperaturen. Oder aber an der Tatsache, dass die Ordnungspolitik der Stadt mittlerweile derart gestaltet ist, dass man bestimmte Brennpunkte nicht mehr unangemeldet aufsuchen darf. Standausgaben im Bahnhofsviertel werden offiziell und angemeldet organisiert, sodass Bedürftige sich dort zu festen Zeiten versorgen können. Dennoch ziehen wir ein positives Fazit, denn wir haben miteinander eine gute Zeit verbracht und Gutes für unsere mittellosen Mitmenschen getan.
Wenn auch Du Lust hast, eine solche Aktion zu unterstützen oder sogar selbst zu planen und durchzuführen, melde Dich unter https://mein.bosc.de an.





