Eine offizielle Statistik, wie viele Obdachlose in unseren Straßen leben, gibt es nicht, jedoch waren laut einer Schätzug der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. im Jahr 2018 etwa 678.000 Menschen in Deutschland ohne festen Wohnsitz.

Mit dem Projekt „Licht der Hoffnung“ wollen wir genau das ausstrahlen, was der Projektname verspricht: etwas Hoffnung. Hoffnung darauf, nicht vergessen zu werden. Hoffnung darauf, dass es Menschen gibt, die sich für Schicksale interessieren.

In kleinen Aktionen verteilen Mitglieder des B.O.S.C. in ihren Städten Getränke und auch Tütensuppen an Obdachlose. Dabei kommt es natürlich auch zu Gesprächen und die meisten Abnehmer freuen sich nicht nur über die Geste sondern auch darüber, dass man ihnen zuhört, das jemand mit ihnen spricht und das sie wahrgenommen werden.

Folgende Aktionen haben im Rahmen des Projektes stattgefunden.

28.03.2021 - Niedersachsen, Hannover, Hauptbahnhof

Never change a running system oder: was einmal gut funktioniert hat, sollte wiederholt werden. So haben sich unsere Mitglieder Tobias und Jens Ende März erneut zum Hauptbahnhof in Hannover begeben, um bedürftige Menschen mit Kaffee und Tüttensuppen zu versorgen.

Neben dem Proviant hatten die B.O.S.C.-ler noch Taschentücher sowie medizinische Masken im Gepäck und standen selbstverständlich auch für Gespräche zur Verfügung.

Schon an der ersten Anlaufstelle trafen die Jungs auf ca. 20-30 Obdachlose, welche sehr dankbar für die mitgebrachte Verpflegung waren. Nach zwei weiteren Stationen waren dann die Vorräte auch schon aufgebraucht, aber dafür einige Bedürftige um eine Sorge erleichtert.

Auch diesmal kann die Aktion im Rahmen „Licht der Hoffnung“ in Hannover als voller Erfolg gewertet werden, weshalb weitere „Hoffnungslichter“ schon in Planung sind. Jens und Tobias überlegen auch bereits, wie sie es schaffen können, noch mehr Verpflegung zu transportieren, da ihnen bei ihrer Tour noch viele Obdachlose aufgefallen sind, welche sie nicht mehr versorgen konnten.

19.03.2021 - Sachsen, Leipzig, Hauptbahnhof

In jeder Straße, in jeder Stadt und auch am Hauptbahnhof Leipzig brennt unser Feuer!

So war Guido Mitte März erneut dort unterwegs, um das Feuer weiter am brennen zu halten. Neben der sehr beliebten heißen Tasse Suppe mit Huhn und Kaffee hatte er auch Hundefutter dabei, da beim letzten Mal die Vierbeiner einiger Obdachloser leider nicht mit versorgt werden konnten.

Wieder konnten einige Bedürftige, vom Obdachlosen, über Flaschensammlerinnen bis hin zu Straßenmusikern mit warmer Nahrung versorgt werden.

Einen bemerkenswerten Wow-Effekt konnte Guido bei zwei Studenten hervorrufen, die dem Spiel eines der Straßenmusikanten lauschten und es gar nicht fassen konnten, dass es Menschen gibt, die kostenlos Nahrungsmittel oder auch Kleidung an Bedürftige verteilen.

Neben der direkten guten Tat ist es so vielleicht gelungen, auch indirekt dafür zu sorgen, dass Menschen hier einen Denkanstoß bekommen und Ihr Herz ebenfalls für Bedürftige öffnen.

11.02.2021 - Sachsen, Leipzig, Hauptbahnhof

Heute, bei bitterkalten Temperaturen und Schneefall, wurden im Rahmen der überregionalen B.O.S.C.-Aktion „Licht der Hoffnung“ durch unser Mitglied Guido im Alleingang die Bedürftigen um den Leipziger Hauptbahnhof mit Tee, Suppe sowie wärmenden Decken, Schals und Mützen versorgt.

Bereits nach kurzer Zeit hatten sich rund ein Dutzend dankbare Abnehmer für insgesamt 16 heiße Tassen mit Nudeln, die Heißgetränke und warmen Utensilien gefunden. Von der Oma über den Punk mit seinem vierbeinigen Freund bis hin zum Drogenabhängigen war alles dabei, Kinder dieser Zeit eben 😉

Alle waren sehr freundlich und dankbar für die Spenden und auch die Zeit die sich Guido hier für die Schwächeren der Gesellschaft genommen hat und wir konnten mit der Aktion ein weiteres Zeichen dafür setzen, wie wenig es eigentlich benötigt um Menschen am Rande der Gesellschaft Hoffnung zu geben und eine Hand zu reichen.

10.02.2021 - Nordrhein-Westfalen, Essen, Hauptbahnhof

Anfang Februar war unser Mitglied Benny in Essen rund um den Hauptbahnhof unterwegs und hat dort Kleidung an obdachlose Jugendliche und Erwachsene verteil, um ihnen eine kleine Freude zu machen in den kalten Wintertagen. Im Gepäck hatte er einiges aus unserem Pool aus dem Projekt Kleidung für Bedürftige. Die Freude war groß und auch der ein oder andere Onkelz Fan war unter den Empfängern. Dabei ist ihm Michael ganz besonders in Erinnerung geblieben, weil er seit fünf Jahren auf der Straße sein Lieblingsstück Bomberpilot nicht mehr gehört hat. Es gab auch viele weitere Geschichten, einige traurig, einige aber auch lustig. Benny wird auf jeden Fall wieder losziehen, um unseren wohnungslosen Mitmenschen etwas Hoffnung und Freude zu schenken.

31.01.2021 - Niedersachsen, Hannover, Hauptbahnhof

Ende Januar starten unsere beiden Mitglieder Tobi und Jens die erste Aktion im Rahmen unseres Projektes „Licht der Hoffnung“. Die beiden Jungs, die sich bislang noch nicht persönlich kennen, treffen sich gegen elf Uhr am Hauptbahnhof in Hannover. Im Gepäck haben sie Kaffee und Tee in Thermoskannen. Die beiden kommen auf Anhieb super miteinander klar und nach einem kurzen Kennenlernen machen sie sich auf den Weg um ein wenig Wärme zu verbreiten.

Ihre erste Station ist eine Seitengasse, in der sich gerade ca ein Dutzend obdachlose Menschen aufhalten. Zunächst sind die Männer und Frauen skeptisch und halten unsere Helfer für Polizisten. Die Aussicht auf heiße Getränke stimmt alle jedoch freundlich und das Angebot wird von einigen gerne angenommen und man kommt auch ins Gespräch.

Die Tour geht weiter um den Hauptbahnhof herum. Eine klare Route gibt es nicht und wie sich herausstellt braucht es diese auch nicht. In so gut wie jeder Straße treffen die beiden B.O.S.C.ler Wohnungslose. Die Menschen sind ausnahmslos nett. Nicht jeder nimmt das Angebot an, dennoch findet es so viel Anklang, dass der Kaffee im Nu leer ist.

Nach rund zwei Stunden ist die Tour dann beendet und sowohl Tobi als auch Jens sind positiv überrascht, wie gut ihr Angebot ankam. Für beide war es ein super interessanter und erfolgreicher Tag, der auf jeden Fall wiederholt wird. Sie sind in eine Welt eingetaucht, die unfassbar erschütternd ist und die man im normalen Alltag, wenn überhaupt, nur am Rande wahrnimmt. Sie haben viele verschiedene Menschen kennengelernt und echte Dankbarkeit erfahren.

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