Während diese Zeilen geschrieben werden, am 16.01.2021, gibt es in Österreich 1.723 Corona-Neuinfektionen. 390.788 Fälle wurden insgesamt registriert, allein auf Niederösterreich entfallen 55.857 bestätigte Infektionen. Corona ist das allbestimmende Thema 2020/2021 und lässt die Innenstädte verwaisen. Doch wohin gehen Obdachlose dieser Tage? Welche Auswirkungen haben „Lockdown“ und „Homeoffice“ auf Hilfsbedürftige, von Armut betroffene? Die gute Nachricht ist: In St. Pölten werden sie nicht vergessen, auch wenn sie aktuell für den Großteil der Gesellschaft „unsichtbar“ zu sein scheinen.

Ob akut Obdachlose, von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen, Personen mit psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen, Suchtkranke, Menschen aus dysfunktionalen Familiensystemen, Haftentlassene, solche, denen Haftstrafen drohen oder Langzeitarbeitslose – die 1982 vom Theologen und Sozialarbeiter Karl Rottenschläger gegründete „Emmausgemeinschaft St. Pölten – Verein zur Integration sozial benachteiligter Personen“ hilft „dort, wo andere wegschauen“ und nutzt ein eigenentwickeltes sozialpädagogisches Konzept, das „Emmaus Stufenmodell“, um den Schwächsten der Gesellschaft zur Seite zu stehen. Täglich nutzen ca. 300 Personen die Angebote aus den Bereichen der Wohnungs- und Arbeitslosigkeit, insgesamt hat die Gemeinschaft bisher 14.758 Menschen in Not betreut. 14.758 Menschen in Not, das sind 14.758 Biografien und Schicksale.

An sieben Standorten bietet sie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen für Obdachlose und anderweitig Hilfsbedürftige an. Hierzu zählen neben dem Angebot einer Wohnassistenz drei Notschlafstellen mit einer Kapazität von 34 Plätzen (18 Männer, vier Frauen, zwölf Jugendliche), vier Wohnheime für 98 Hilfsbedürftige und zwei Tageszentren. Seit 1995 wurden bereits 784.091 Übernachtungen von der Gemeinschaft registriert. Und diese durch das Coronavirus ausgelöste Krisenzeit lässt vermuten, dass die Zahl derer, die Hilfe braucht, weiter steigen wird.

Nähere Informationen zum Verein findet ihr hier: https://www.emmaus.at

Folgende Aktionen haben im Rahmen des Projektes stattgefunden.

07.01.2021 - Kleiderspende

Spenden sind sehr willkommen, und umso erfreuter sind wir darüber, dass auch der Böhse Onkelz Social Club seinen Beitrag leisten konnte. Am 06.01.2021 war es schließlich so weit, und die B.O.S.C.-Mitglieder Christian und Thomas konnten rund 200 T-Shirts, Pullis und Schals aus dem Vereinsbestand an Michelle Hurnaus von Emmaus überreichen und damit für eine Überraschung sorgen. „Wir danken dem B.O.S.C. für die wärmende Spende, die nicht nur bei winterlichen Temperaturen hilft, sondern auch ein Zeichen gegen soziale Kälte setzt“, so Matthias Böswart, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Emmausgemeinschaft St. Pölten.

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